Regie-Debüt
Der Dokumentarfilm nicht die regel ist mein Debütfilm als Regisseurin. Entstanden ist er, weil ich als Endometriose-Betroffene zum Zeitpunkt meiner Diagnose festgestellt habe, wie groß die Unwissenheit über diese Erkrankung im Vergleich zu ihrer Häufigkeit ist. Zu dem Zeitpunkt gab es im deutschsprachigen Raum keine abendfüllende Dokumentation über diese chronische, teils stark lebenseinschränkende Erkrankung. Daher habe ich gemeinsam mit 8 weiteren Frauen* den Film produziert. Im September 2021 feierte „nicht die regel“ Premiere im Burgkino und im Stadtkino Wien.
Aufgabenstellung, Ziele & Umsetzung
Endometriose betrifft 1 von 15 Frauen*, die Dunkelziffer ist hoch. Das sind rund 200 Millionen Frauen* weltweit. Und doch haben laut Menstruationsgesundheitsbericht 2024 ein Drittel der befragten Frauen* noch nie von Endometriose gehört. Die Expert*innen-Fokusgruppe der Studie zeigt auf: Es fehlt an Wissen in der Bevölkerung und auch beim medizinischem Fachpersonal. Das ist auch einer der Gründe, warum im Durchschnitt sieben Jahre bis zur Diagnose vergehen.
Bei dem oben erwähnten Bericht handelt es sich um die erste repräsentative Erhebung zu Menstruation im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums. Zuvor gab es kaum verfügbare Informationen und Daten aus Österreich.
So ging es mir als ich 2015 die Diagnose erhielt. Umfassende Informationen fand ich (mit Ausnahme der Endometriose Vereinigung Austria) nur aus anderen Ländern. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen deutschsprachigen Dokumentarfilm.
Also habe ich 2019 beschlossen, selbst einen Film über Endometriose zu produzieren, um mehr Bewusstsein und Verständnis für die Krankheit zu schaffen.
Um aufzuzeigen, wie verbreitet diese Erkrankung ist, habe ich auf Social Media einen Aufruf gestartet und nach Betroffenen in der Medienbranche gesucht, die mitwirken wollen sowie nach Frauen*, die ihre Geschichte vor der Kamera erzählen möchten. Ich habe in kurzer Zeit unzählige Nachrichten erhalten und rasch ein Kern-Team bestehend aus acht weiteren Frauen* zusammengestellt. Auch die Auswahl der Protagonistinnen lief über diesen Aufruf.
Von 2019 bis 2021 entstand der redaktionell unabhängig produzierte Dokumentarfilm, finanziert durch eine Crowdfunding-Kampagne – mitten in der Corona-Pandemie und großteils remote.
Mehr Infos über den Film findet Ihr auf der Website, Instagram und Wikipedia.